Die meisten oder viele die mich schon lange begleiten (beruflich wie privat) kennen sicherlich diese Eisbären. Das Motiv oben habe ich in dieser Variante (es ist das Original-Motiv, ohne jegliche Veränderung) noch nie gezeigt!

Zu Beginn meiner freiberuflichen Arbeit als Photograph suchte ich nach einem entsprechenden Motiv für meine neue Visitenkarte. Und da war die Ideen mit den Eisbären geboren.

Fotografiert habe ich sie aber über ein Jahr früher, am 4. Dezember 1985 in Hagenbecks Tierpark, dem Hamburg Zoo. Es war ein kalter aber recht schöner und sonniger Tag in der Hansestadt. Ein Mittwoch, mitten in der Woche und mitten am Tag, also keine so richtig gute Zeit um ein Feature im Zoo zu fotografieren, da wenige Besucher unterwegs waren.

Die meisten Tiere sind bei den Temperaturen (es waren nur wenige Grad über null) auch nicht gerade agil wenn überhaupt in den Aussengehegen unterwegs. So kam es, dass ich eigentlich, frustriert und durchgefroren, schon fast aufgeben wollte und wieder in die Redaktion von dpa zugefahren wäre.

Auf dem Weg zum Ausgang führte mein Weg mich noch mal am Gehege der Eisbären vorbei. Und da sie miteinander spielten (so glaubte ich es jedenfalls), schaute ich eine Weile zu. Immer wieder nahm ich die Kamera hoch und schaute durch den Sucher, aber nie ergab sich ein lohnendes Motiv.

Mein Instinkt sagte mir aber, dass ich warten sollte warum auch immer. Und so wartete ich ca. 45 Minuten vor dem Bären-Gehege. Eisige Hände und Füße inbegriffen.

Das Warten sollte sich aber lohnen! Wieder mal setzten die Eisbären ihr Spiel an, und diesmal richtig nah beieinander. Das hatte ich bis dahin noch nicht gesehen. Wieder Kamera hoch, ganze viermal konnte ich auslösen, dann war auch schon alles vorbei. Danach war auch Schluss mit Spielen. So lange in der Kälte gestanden und doch nicht viel erreicht, dachte ich mir noch.

Nur mit Film in der Kamera und ohne einen bequemen Bildschirm wie heute, konnte man sich damals nur auf seine Augen verlassen und auf das was man glaubte fotografiert zu haben. Erst in der Redaktion kam eine Kollegin mit meinem entwickelten Film und einem Abzug aus dem Labor und fragte mich, ob ich wüßte was ich da eigentlich fotografiert hatte.

Mein Erstaunen war nicht schlecht als ich das Motiv sah. Bei 4 Auslösungen an der Kamera war alles viel zu schnell passiert, als das ich diesen herrlichen Ausdruck hätte wahrnehmen können.

Damit sich nun jeder vorstellen kann, was ich überhaupt sah, zeige ich hier erstmalig nach fast 35 Jahren auch die restlichen 3 Motive die entstanden sind.


Das dritte Motiv in dieser Reihe unterscheidet sich nicht sehr vom später benutzten vierten und letzten Bild. Das welches es dann in die Veröffentlichung schaffte.

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